Wärmenetz für Zarrentin am Schaalsee? Erste Infoveranstaltung am 4. März war erfolgreich

Wärmenetz für Zarrentin am Schaalsee? Erste Infoveranstaltung am 4. März war erfolgreich

Die Stadt Zarrentin am Schaalsee prüft derzeit in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro TRIGENIUS, ob und unter welchen Bedingungen der Aufbau eines Wärmenetzes sinnvoll und realisierbar ist. Ein wichtiger Meilenstein in diesem Prozess war die Informationsveranstaltung am vergangenen Mittwoch, zu der sich über 100 BürgerInnen, Gewerbetreibende und Amtsvertreter im Kloster Zarrentin versammelten.

Das große Interesse an einer möglichen Nahwärmeversorgung in Zarrentin zeigt, dass das Thema den Nerv der Zeit trifft. Angesichts der geopolitischen Dynamiken – nicht zuletzt durch die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten – sind internationale Energiemärkte kaum noch kalkulierbar geworden. Vor diesem Hintergrund bietet eine Wärmeversorgung durch regionale und erneuerbare Ressourcen eine wirtschaftlich attraktive und verlässliche Alternative. Die Priorität der aktuellen Planung liegt daher auf lokal verfügbaren Quellen wie Solar, Wind, Biomasse oder industrieller Abwärme. Dieser Ansatz soll Investitionen in der Region binden, lokale Unternehmen stärken und sicherstellen, dass positive Effekte direkt den Menschen vor Ort zugutekommen.

Entscheidungsgrundlage: Daten der Gebäudeeigentümer sind entscheidend

Ein Wärmenetz kann nur dann funktionieren, wenn genügend Abnehmer dauerhaft teilnehmen. Die aktuelle Projektphase der Bedarfsermittlung ist daher sehr entscheidend, denn jetzt wird erhoben, wie hoch der tatsächliche Wärmebedarf im Stadtgebiet ist. Zu diesem Zweck wurde allen BürgerInnen und Gewerbetreibenden der Stadt Zarrentin ein Fragebogen zugestellt.

Alle Gebäudeeigentümer der Stadt Zarrentin sind daher dazu aufgerufen, den Fragebogen bis 31. März auszufüllen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer fundierten Entscheidung für Zarrentin.

Wie geht es weiter?

Sobald die Auswertung der Daten aus den Fragebögen vorliegt, werden die Ergebnisse vorgestellt und besprochen. Dann geht es um die Frage, welche Gebiete sich sinnvoll für ein Wärmenetz eignen und wie die Entwicklung tragfähiger Netzmodelle für die Region aussehen kann.